Welcher Versanddienstleister unterstützt meine Interessen?

Du besitzt ein Business und hast viele Dinge zu beachten wenn es so richtig ins Rollen kommt. Endlich bist du bei der Frage angelangt, welcher Versanddienstleister für deine Brand der Richtige ist. Immer mehr Endkunden legen Wert auf einen umweltbewussten Versand und Rückversand. Zudem legst du hoffentlich auch selbst viel Wert darauf, nachhaltig zu sein und unterstützt Projekte, die positiv unserem Klimawandel entgegenwirken. Dementsprechend suchst du auch einen Versanddienstleister, der deine Intentionen unterstützt. Tatsächlich wird immer mehr CO2 durch Paketversand ausgestoßen. Der Onlinehandel boomt wie noch nie. Laut dem Umweltbundesamt verursacht der Versand Dienstleistungssektor rund 20% unserer Emissionen.

Mittlerweile ist es sehr schwer den Überblick zu behalten, welche Versanddienstleister es überhaupt gibt, in welchen Punkten sie nachhaltig sind und welche Vorteile diese Dienstleister für dein Unternehmen und deine Kundschaft mitbringen. Um dich bei der Suche zu unterstützen, haben wir hier Punkte aufgelistet, auf die du bei der Suche nach nachhaltigen Versanddienstleistern achten solltest. Außerdem stellen wir dir einige von ihnen kurz vor, sodass du dir einen ersten Eindruck verschaffen kannst.

Was sind wichtige Begriffe, auf die du bei der Suche achten solltest?

Einer der wichtigsten Begriffe, der auch am weitesten verbreitet ist, ist definitiv die sogenannte “letzte Meile” (oder auch “last mile”). Die letzte Meile ist die letzte zu überwindende Distanz beim Versand deiner Ware, also vom Depot des Versanddienstleisters bis zum Endkunden. Tatsächlich macht die letzte Meile, laut planetly, eine großteil des CO2 Fußabdrucks aus. Durch häufiges Anfahren, kurze Stopps, an denen der Motor laufen gelassen wird und stockendem Stadtverkehr werden hier mehr Schadstoffe pro Paket ausgestoßen als auf dem Rest des Versandwegs. Um diesem Problem entgegenzuwirken, setzen sich immer mehr Versanddienstleister für einen emissionsfreien Versand in den Innenstädten ein. Es werden sogenannte Mikrodepots/Microhubs eröffnet, von denen dann Lastenräder oder Trikes die Pakete zustellen. Lastenräder und Trikes sind mit Strom und Muskelkraft zu betreiben und fahren bei Verwendung erneuerbarer Energiequellen somit emissionsfrei! Zudem sind diese Gefährte auch praktisch, um den Straßenverkehr zu entlasten, da sie nur auf Radwegen verkehren dürfen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Infrastruktur für Fahrräder gut ausgebaut ist. Zudem sind sie gut um Lärm für Anwohner auf ein Minimum runter zu reduzieren. 

Weitere Begriffe die für dich relevant sein könnten, sind CO2-Reduktion und CO2-Kompensierung. Es macht nämlich einen großen Unterschied, ob reduziert oder kompensiert wird. CO2-Kompensierung heißt , dass das Unternehmen nur nachträglich in Klimaprojekte investiert und die Emissionen bereits verursacht sind und wirken. Es wird lediglich versucht die klimaschädliche Wirkung zu kompensieren. Beispielsweise wird in den Anbau neuer Waldlandschaften investiert, Bäume brauchen aber nun mal ihre Zeit, um zu wachsen und wieder CO2 aufnehmen zu können. Grundsätzlich ist es sehr positiv, Klimaprojekte zu unterstützen, weil es hilft, unseren Planeten langfristig zu regenerieren. Dennoch sollte ein Versanddienstleister seinen Fokus auf beides setzen. Eine CO2-Reduktion zeigt nämlich eine direkte Veränderung und es wird gar nicht erst emittiert und Schaden verursacht! Für jedes Paket, das emissionsfrei ausgeliefert wird, kommen wir unseren Klimazielen näher und wirken der Erderwärmung entgegen.

Fragen die du dir stellen solltest um einen möglichst nachhaltigen Versanddienstleister zu finden

  1. Welche Unternehmen optimieren die letzte Meile?‍
  2. Welche Unternehmen unterstützen mich bestmöglich bei der Umsetzung von Zero-Emission-Lieferungen?
  3. Wer behandelt meine Retouren nachhaltig?
  4. Welche Unternehmen haben ein Nachhaltigkeitszertifikat?
  5. Unterstützt das Unternehmen nachhaltige Projekte?

 

Versanddienstleister im Check:

DHL GoGreen

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DHL ist der größte Versanddienstleister weltweit. Jedes Paket, das innerhalb des Landes versandt wird, ist klimaneutral. Auch in der EU und weltweit ist das gegen einen kleinen Aufpreis möglich. DHL fährt eine Doppelstrategie für ihre Nachhaltigkeit. Sie reduzieren und kompensieren gleichzeitig. Es werden klimaschädliche Emissionen beim Transport reduziert, indem E-Bikes, E-Trikes, E-Ivecos sowie ihren selbst entwickelten elektrischen Streetscootern vermehrt eingesetzt werden. Zudem wird für den Langstreckentransport der Pakete ein Umschlag auf Züge umgesetzt. Momentan werden vorrangig noch Flugzeuge und LKWs benutzt, wo dann die CO2-Reduktion zum Einsatz kommt. Für die schädlichen Treibhausgase, die für den Moment noch unvermeidbar sind, investiert die Deutsche Post AG in zertifizierte Klimaschutzprojekte. Außerdem gibt es auch die Option sein Paket zu einer Packstation zu bestellen, wo sich der Zusteller den zusätzlichen Weg zum Kunden spart und somit auch die daher eingehenden Treibhausgase.

DHL hat mit dem Bau neuer Depots und neuer Gebäude im Allgemeinen einen weiteren Schritt in Richtung Klimaschutz getan.. Jedes Gebäude, das neu errichtet wird, wird zu 100 % umweltfreundlich. Die Bauweise wurde optimiert, eine Gebäudeautomation integriert und eine Photovoltaikanlagen werden eingesetzt. Ältere, bereits errichtete Gebäude werden hingegen mit 95% Ökostrom betrieben.

DPD 

Auch DPD ist ein gutes Beispiel für die Doppelstrategie, wobei die Reduktion bei DPD größer geschrieben wird als die Kompensation. Aktiv setzt sich DPD für eine emissionsfreien Versand in Großstädten ein. Sie errichten Mikrodepots mit Lastenrädern, schaffen Diesel und Benzinfahrzeuge nach und nach ab und setzen E-Transporter dafür ein und errichten DPD Stores. Die neuartigen DPD Stores dienen als Paketshop (gleichzusetzen mit einer Packstation von DHL), anders als bei anderen Paketshops können Endkonsument*innen die Ware hier auspacken und falls nötig auch anprobieren (Umkleidekabinen vorhanden). Zudem kann Kartonage vor Ort gelassen werden, da diese für die Retoure eines anderen Kunden verwendet wird (oder deine eigene, falls der Artikel nicht gefällt). Zu guter Letzt dient es auch als Mikrodepot für Lastenräder. Zur Kompensation setzt DPD sich für soziale Projekte ein und sogar Mitarbeiter spenden teilweise Anteile ihres Gehaltes.

Der einzige Nachteil, der leider eine Hürde für die Nachhaltigkeit von DPD ist, sind die Subunternehmer oder Kurierdienste die engagiert werden. Meist wird bei kleineren Unternehmen nämlich weniger auf die Nachhaltigkeit geachtet, da es zu preisintensiv ist. Aber auch daran wird gearbeitet, dass nach und nach Subunternehmern Elektroautos von DPD bereitgestellt werden.

FedEx 

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FedEx arbeitet nach einer 3 Säulen Initiative zur Nachhaltigkeit. Die erste Säule trägt den Namen “innovative Betriebsabläufe”. Hier geht es um die Reduzierung von Emissionen und Abfall. Veraltete Technologien werden durch neue ersetzt. Hier geht es vor allem um die Fahrzeuge, das Revolutionieren der Verpackungen und der Einrichtungen von FedEx. Bei der zweiten Säule geht es um das Vorantreiben der Entwicklungs- und Forschungsmaßnahmen. FedEx investierte 100 Mio. US-Dollar in das “Yale Center for Carbon Capture”, welches sich mit dem Klimawandel, dem Verlust der biologischen Vielfalt und der Gesundheit unseres Planeten beschäftigt. Zudem arbeitet FedEx mit BrightDrop zusammen, um die Zustellung mit Elektrofahrzeugen zu realisieren. BrightDrop ist ein amerikanischer Hersteller von General Motors, welcher sich auf die Herstellung von Lieferwagen mit Elektroantrieben spezialisiert hat. Die letzte Säule beschäftigt sich damit, auch den Kunden die Nachhaltigkeit nah zu bringen. Es wurde eine Seite erstellt, wo jeder, egal ob für den Arbeitsplatz oder für Zuhause, Inspirationen finden kann wie man nachhaltiger Handeln kann und gleichzeitig spart.

Liefergrün

Liefergrün ist ein junges Start-up, welches 2020 gegründet wurde. Sie sind zwar ein sehr junges Unternehmen, dafür aber auch sehr fortschrittlich. Zum einen bieten sie eine Next-Day-Delivery, was nachweislich die Wiederkaufrate für dein Unternehmen um rund 25% steigert und den Wert des Warenkorbs um rund 15% erhöht. Sie betreiben Abholung und Auslieferung ausschließlich mit Elektrovans und Lastenrädern. Meist werden die Lieferungen von Vans in den Stores oder beim Logistiker abgeholt und in die Microhubs gebracht. Von dort aus geht die Ware mit Rädern zu den Konsument*innen.. Dazu kommt noch die kostenlose Abholung der Retouren, wodurch der Endkunde nicht extra den Weg zum Paketshop auf sich nehmen muss. Durch Liefergrün kannst du, laut ihrer eigenen Angaben, bis zu 50% deines CO2-Fußabdrucks einsparen.

Liefergrün ist ein ortsgebundenes Unternehmen und lässt somit den Langstreckentransport und den Stop in jeglichen Verteilungszentren aus. Operieren tun sie mittlerweile in über 40 Städten Deutschlandweit.

Fazit

Natürlich haben wir hier nicht alle Logistikdienstleister aufgezählt und dieser Blogeintrag soll auch eher als kleine Inspiration für dich dienen. Es ist wichtig, dass du selbst oder dein Fulfillment-Partner, der hoffentlich auch CO2-Reduktion oder-Kompensation betreibt, eigene Tiefenrecherche macht und das optimale Unternehmen für dich findet.

Bei MOODJA setzen wir uns für nachhaltige Logistiklösungen ein und arbeiten auch mit vielen nachhaltigen Logistikanbietern zusammen. Wir achten stets darauf mit Versanddienstleistern zu kooperieren, die auch unsere Ziele und Werte in der Nachhaltigkeit tatkräftig unterstützen. Als dein Fulfillment-Partner beraten wir dich gerne, welcher Dienstleister nachhaltige Projekte unterstützt, wer die letzte Meile am besten optimiert und wer am nächsten an der Zero-Emission-Lieferung dran ist. Zusammen unterstützen wir die Nachhaltigkeit und optimieren Prozesse zugunsten unserer Umwelt.

Klassische Kollektionen vs. Drops: Was passt zu meiner Brand?

2003: Du läufst an einem schönen Sommertag Mitte August durch die Einkaufspassagen und erhaschst viele Schnäppchen, da momentan der berühmte Sommerschlussverkauf stattfindet. Jedes Jahr um dieselbe Zeit nimmst du dir ein paar Tage frei und durchstöberst deine Lieblingsläden und bekommst deine neuen Lieblingskollektion mit einem großen Preisnachlass.
2022: Nachdem im Jahr 2004 die Regelungen der Schlussverkäufe abgeschafft wurde, hat sich alles geändert, andauernd siehst du im Laufe des Jahres Läden mit Rabattangeboten. Du hast gar keinen Überblick mehr darüber wann welcher deiner Lieblingsläden große Preisnachlässe anbietet, wann welche Kollektionen erscheinen und auf einmal redet die Jugend nur noch von neuen “Drops”?! Du fragst dich was das eigentlich genau sein soll und was es mit diesem neuen “Trend” – wie man heutzutage sagt – auf sich hat.

Wir erklären dir was sich im Laufe der Jahre verändert hat und was es mit “Drops” und neuen Trends auf sich hat!

Kollektionen

Klassische Kollektionen wie Frühling/Sommer und Herbst/Winter gibts es weniger verbreitet als früher. Haute Couture Brands legen allerdings immer noch sehr viel wert auf die klassischen Varianten. Grund für das zurückgehen der klassischen Kollektionen ist der schnelle Zeitgeist des heutigen Zeitalters der sich entwickelt hat. Brands, die der Kultur der Kollektionen treu bleiben wollen, bringen mittlerweile Pre-Kollektionen im Frühling und Herbst. Diese Kollektionen dienen als Basis für das ganze Jahr und machen inzwischen 40% des gesamten Jahresgewinn eines Modeunternehmens aus. Außerdem sind Pre-Kollektionen dazu gedacht diese sofort tragen zu können. Sie sind aber auch weniger kategorisch als die Kollektionen der Hauptsaison. Ein neuer Trend von Kollektionen ist auch, dass Sie saisonunabhängig produziert werden oder durch Drops ersetzt werden.

Drops

Produkt Drops gibt es seit rund 2018. Sie sind die Reaktion auf die schnelle Zeit und unsere zunehmend verkürzte Aufmerksamkeitsspanne. Sie sind die neue Perspektive der Modemarken die gleiche Aufmerksamkeit über das ganze Jahr von der Kundschaft zu bekommen. Die heutige Gesellschaft erwartet dauernd Neuheiten und der Wunsch nach Exklusivität wächst enorm. Da Drops vor allem über Social Media veröffentlicht werden, ist es ein Ausdrucksmittel, und Grund eine engagierte Community zu bilden, für Millennials und die Generation Z.
Dahingehend wurden auch neue Marketingstrategien entwickelt, nämlich mit Influencern zu arbeiten, die sofort deine Neuheiten präsentieren und News verbreiten. Diese Strategie ist vor allem wirksam, weil Konsument*innen sich mit realen Personen und ihrer Meinung mehr identifizieren, als Werbungen, Plakaten oder anderen Werbemitteln. 

Drops machen allerdings nur Sinn für deine Brand, wenn du auch auf Social Media setzt und dort präsent bist, andernfalls empfiehlt es sich eher bei den Kollektionen und ihren Variationen zu bleiben. Die neue Beliebtheit unter den Drop Brands sind Kollaborationen mit anderen bekannten Marken. Hier entwerfen zwei beliebten Unternehmen zusammen Sneaker, Trainingsanzüge und alles was das Herz begehrt. 

Drops und Nachhaltigkeit

Können Drops aber nachhaltig sein? Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen und es auch ernst meinen, bleiben meist bei dem alten traditionellen Modell der Sommer und Winterkollektion. Grund dafür ist das Image dieser Marken als “vernünftig” zu bewahren. Sie grenzen sich ab von Massenrabatten, Pre-saison Kollektionen, Drops und wollen einfach übermäßige Produktion von Kleidungsstücken vermeiden. Sie wollen ihren Kundin*innen als authentisch und umweltbewusst gegenübertreten und heben sich somit von der breiten Masse ab.

Änderungen seit 2004

Früher war es gesetzlich geregelt, dass Geschäfte immer zum Sommer und Winter einen Schlussverkauf anbieten müssen. Der grundlegende Unterschied ist, dass Brands nun selbst entscheiden können, ob und wann Sie einen Preisnachlass anbieten. Der Nachteil an dieser Methode ist allerdings, dass Konsument*innen gar nicht mehr genau wissen welches Geschäft wann einen Sale anbietet, sei es zur Pre-saison, der selbst geregelte Sommer- und Winterschlussverkauf oder sonstige Discount-Aktionen über das Jahr. Die einzige Konstante die von Jahr zu Jahr bestehen bleibt, ist die Cyber Week einschließlich des Black Fridays.

 

Der Black Friday fällt stets auf den Freitag nach Thanksgiving und signalisiert den Beginn der Weihnachtseinkaufssaison. In dieser Woche und vor allem am Black Friday bietet nahezu jeder Händler große Rabatte an. Konsument*innen stürmen in die Läden um langersehnte Produkte viel billiger zu bekommen. Mal abgesehen vom Black Friday und der Cyber Week kommt aber Verwirrung bei den meisten auf wenn es um Rabattaktionen in Geschäften geht. Heutzutage entdeckt man eher zufällig, dass es mal hier und dort Aktionen gibt, kann dies aber nicht mehr prognostizieren und somit vernünftig einplanen. Noch viel verwirrender ist zudem, dass einige Geschäfte immer ein Sales Schild im Schaufenster hängen zu haben. Das bedeutet aber nicht zwingender Maßen, dass es gerade Rabatte gibt, sondern dient oft um Kund*innen zu locken und einfach nur zu zeigen: “hier gibt es was zu kaufen”.

Was bedeuten all diese Änderungen für eine Fulfillment Partnerschaft?

Im Großen und Ganzen, ist es wichtig bei all den spontanen Aktionen heutzutage eine flexible Fulfillment Partnerschaft einzugehen. Jemand der oder die sich an deine Vorhaben anpasst und die Kapazitäten bietet die du brauchst. Ob du nun einen neuen unerwarteten Drop oder eine pre-season Kollektion herausbringst, du musst dich auf das Fulfillment verlassen können, also dass genügend Lagerfläche und Personal für deine neuen hängenden oder liegenden Schätze vorhanden sind.

Wir bei MOODJA arbeiten gemeinsam Hand in Hand mit dir und passen uns deinen Vorhaben an, um dein Business kontinuierlich voran zu treiben. Wenn auch du einen zuverlässigen Partner brauchst und noch nicht bei uns Kunde bist, kontaktiere uns gerne

 

Verpackungsregister – was ist das und was gibts neues?

Du kennst das bestimmt…dein Business ist gerade am laufen oder ins rollen gekommen und du versuchst alles zu berücksichtigen was es so an gesetzliche Regelungen gibt. Jegliche Lizenzen müssen beantragt werden, sowie Einträge in viele Register. Eins dieser Register ist das Verpackungsregister! Aber was genau ist das und wozu soll das eigentlich gut sein? Das ist an sich super simpel. Die Zentrale Stelle Verpackungsregister, die 2017 gegründet wurde, führt ein öffentliches Register namens LUCID. Dieses Register nimmt alle Daten deiner Verpackungen auf und leitet diese automatische an alle wichtige Stellen weiter.

Du fragst dich was das bringt und ob du davon betroffen bist? Dann lies einfach weiter und finde es heraus.

Warum, Wieso, Weshalb?!

Registrieren als Unternehmen, musst du dich, wenn du als Unternehmen Ware und/oder Füllmaterial auf dem Versandweg in den Umlauf bringst. Dies ist unabhängig von der Größe deines Gewerbes, des Umsatzes aber auch der Verpackungsart oder -menge. Sobald deine Verpackungen an einem Punkt in der Lieferkette im Müll landet, muss diese lizenziert werden.

Das Lucid Register stellt sicher, dass finanzielle Verantwortung seitens der Händler und Hersteller übernommen wird und das Sie die Nachhaltigkeit unterstützen. Jede Verpackung die registriert ist, wird recycelt und neu verwendet, was unserer Umwelt zur Liebe im Interesse aller ist. Dies ist nämlich eines der vorrangigen Ziele des Registers, die Quote für recyceltes Verpackungsmaterials zu erhöhen.

Du solltest es aber auch im Sinne der Endverbraucher*innen tun, da du dadurch dafür sorgst, dass diese deine Verpackung kostenfrei entsorgen können. Und sollte auch das dein Interesse nicht wecken, solltest du es dir und deinem Business zu Liebe tun. Du fragst dich warum? Was soll da schon passieren? Wir sagen es dir: Eine ganze Menge! Wenn du Glück hast, bekommst du nur eine Abmahnung wegen Begehens einer Ordnungswidrigkeit. Andernfalls droht dir ein Bußgeld von 200.000€ und im schlimmsten Fall ein Verkaufsverbot. Um diesen möglichen Schaden leicht zu vermieden, klicke dich einfach durch und erledige die simplen Steps, wir erklären dir hier auch wie!

Und so funktionierts!

Schwer ist anders! Bei diesem Prozess wirst du auf jeder Registrierungswebsite an die Hand genommen, es wird alles Step by Step erklärt. Keine Angst, du kannst nichts falsch machen.

Zuerst musst du dich erstmal bei der zentralen Registrierungsstelle über die Registerdatenbank LUCID anmelden. Alle Dokumente die du benötigst sind dort aufgelistet für dich. Am Ende des Prozesses erhältst du eine Registrierungsnummer, die du dringendst gut aufbewahren solltest.

Im zweiten Schritt, musst du dich bei einem dualen System lizenzieren. Das machst du ganz simpel über einen Systempartner, wo du dann die Menge der Verpackungen, inkl. Klebeband, Füllmaterial etc., erst einmal geschätzt eingibst. Im Laufe des Jahres kannst du die tatsächliche Menge nachreichen. Nachdem du die Mengen angegeben hast, werden dir die aufkommenden Kosten sofort angezeigt. Die Registrierung an sich ist bei jeglichen Systempartner und im Register kostenfrei. Ein duales System neben dem Landkreis oder der Stadt beschäftigt sich vor allem mit der Sammlung, Rücknahme und Verwertung von Verkaufspackungen. Wenn der Prozess durchlaufen ist, musst du Anfang jeden Jahres die Mengen deiner Verpackungen an deinen Systempartner übermitteln und dieser leitet sie dann an die zentrale Stelle weiter, somit sorgt das System für komplette Transparenz.

Bisher bestand keine Pflicht Transportverpackungen lizenzieren zu lassen, dies ändert sich ab dem 01.07.2022! Ab diesem Zeitpunkt musst du jegliche Verpackungen, egal wer der Empfänger ist, die dein Lager verlassen, registrieren. Eine weitere Änderung ist, dass wenn du mit einem Logistikdienstleister zusammen arbeitest, dieser nicht mehr länger deine Registrierung für dich vornehmen kann, sondern du nun selbst als Brand dafür verantwortlich bist. Ab 1. Juli 2022 dürfen Fulfillment-Dienstleister ihre Fulfillment-Dienstleistungen nur noch erbringen, wenn dein Unternehmen im Verpackungsregister registriert ist und die Verpackungen (Versand- und ggf. Produktverpackungen) an einem System beteiligt ist.

Wenn Fragen bezüglich diesen Themen aufkommen, kannst du unter https://www.verpackungsregister.org/information-orientierung/hilfe-erklaerung/faq alles genau nachlesen.

 

Wie kann ich meine Retourenprozesse optimieren?

Wer kennt es nicht?… Abends auf der Couch gemütlich sitzen, mit dem Handy oder Laptop im Internet surfen und Ausschau halten nach neuen Lieblingsstücken oder Abwechslung im Kleiderschrank. Hat man das passende Teil gefunden, sind es meist nur ein paar Klicks und schon ist es gekauft. Ist das Paket auf dem Weg zu dir nach Hause, kommt Freude auf. Das Paket trifft ein und endlich kann man seine neuen Sachen begutachten. Du schaust und probierst diese direkt an. Du bemerkst jedoch, dass ein Artikel gar nicht der ist, den du bestellt hattest, und ein anderer mit einer losen Naht versehen ist. Ärgerlicherweise schickst du nun diese Artikel zurück.
Wie du als Unternehmen solchen Geschehnissen beim Endkunden vorbeugen und deine Retourenprozesse optimieren kannst, erklären wir dir hier!

Welche Arten von Fehlern in der Retoure gibt es eigentlich?

Es gibt tatsächlich mehrere Fehlerquellen von Retouren aus logistischer Sicht:

  • Typfehler: Tritt auf wenn bei einer Bestellung ein Artikel mit einer falschen Kennzeichnung (z.B. EAN13 Barcode) hinzugefügt wird, weil er möglicherweise auf dem gleichen Lagerplatz wie der eigentlich richtige Artikel fälschlicherweise eingebucht wurde.
  • Mengenfehler:  liegt vor, wenn mehr oder weniger Artikel in der Bestellung landen als eigentlich vorgesehen.
  • Auslassungsfehler – eine spezielle Art des Mengenfehlers : Von diesem Fehler spricht man, wenn ein Lagerplatz beim Pick übersprungen oder vergessen wurde, was folglich zu einem Mengenfehler führt.
  • Zustandsfehler: kommt bei Beschädigung oder Verschmutzung der Artikel vor.

Wie kann ich Retouren präventiv vorbeugen?

FehlertypTypfehlerMengenfehlerAuslassungsfehler
Vorbeugungs-
maßnahme
Pick-by-scanVoice-FunktionPick-by-scan
BeschreibungBei dieser Technik wird die Ware mit einem Person-zur-Ware-Prinzip und einem Barcodescanner gepickt. Das bedeutet, dass den Mitarbeiter*innen auf dem Tablet angezeigt wird, zu welchem Lagerplatz Sie gehen und welchen Artikel mit welcher Kennzeichnung/ EAN Sie picken sollen.Bei der Pick-by-scan Technik mit einer integrierten Voice-Funktion wird hier reagiert, sobald ein falscher Artikel bzw. zu viele Artikel gepickt wurden. Außerdem kann dieser Fehler mit dem mehrmaligen Scannen des Artikels vermieden werden (Bsp.: Pick, Pack etc.)Dieser Fehler lässt sich vor allem vermeiden, wenn ein IT gebundenes Komissionierungssystem verwendet wird. Das bedeutet, dass die Ware nicht per Hand mit einer Liste, sondern mit technischer Unterstützung gepickt wird.

Reaktive Maßnahmen

Schickt ein/e Kund*in Artikel seiner Bestellung zurück, werden diese im Retourenmanagement überprüft und auf Mängel begutachtet. Je nachdem wie verheerend die Mängel sind, wird der Artikel in die Aufbereitung gegeben oder als B-Ware aussortiert. Die B-Ware wird vorerst eingelagert und dann von den Hersteller*innen in Outlets verkauft, gespendet oder recycelt. Artikel die keine Mängel aufweisen, werden wieder in die Regale eingebucht und stehen für neue Bestellungen zur Verfügung. Es ist allerdings zu empfehlen mit Logistikern zusammen zu arbeiten, die eine systembasierte Nachverfolgbarkeit der Warenbewegung dieser Artikel ermöglicht. Weitere Anweisungen zu Qualitätschecks der Ware, sowohl im Wareneingang als auch im Pack und der Retoure ermöglichen ein schnelles Reagieren seitens des Logistikpartners. Damit können unnötige Wartezeiten in der Bearbeitung vermieden werden. Um solche Qualitätschecks durchführen zu können, sollte der Logistikdienstleister seinen Mitarbeiter*innen ausführlich mit Schulungen und Einweisungen weiterbilden. Mit diesen reaktiven Maßnahmen wird der Zustandsfehler vorgebeugt.

Fazit

Es ist wichtig darauf zu achten, dass der Logistiker deiner Wahl mit einem technischen Komissionierungssystem arbeitet, da dass viele Fehler vorbeugen kann und automatisch zu weniger Retouren führt, die unabhängig von deinen Produkten sind.

Um deine Retourenprozesse optimieren zu können, braucht es nicht viel Aufwand. Es sind ein paar kleine und simple Handgriffe, die eine Menge bewirken können. Zum einen wird es deine Kundenzufriedenheit steigern, da Kund*innen sich darauf verlassen können, dass die Ware, die Sie erreicht, zum einen die Richtige ist und des weiteren keine Mängel aufweist. Dies wiederum führt zu Kundenloyalität, da Kunden bei reibungslosen Abläufen und einfachem Handling immer wieder gern bei dir einkaufen und deine Marke positiv im Gedächtnis behalten. Um genauere Feedbacks von deinen Kunden zu bekommen, was genau der Grund für die Retoure war, empfehlen wir immer einen Retourenschein beizupacken, wo der Kunde dir genau mitteilen kann, was ihm an dem Artikel nicht gefallen hat. Dieser wird ausgefüllt und mit dem retournierten Artikel zurückgeschickt. 

Hast du Fragen zu unseren Retourendiensten? Kontaktiere uns gerne unter sales@moodja.com!

Nachhaltigkeit in der Mode und Recycling von Secondhand-Kleidung

Durch eine sehr schnell wachsende Wirtschaft steht die Welt heute vor einer großen ökologischen Herausforderung, die mit Überproduktion und Abfall zusammenhängt. Die Fast-Fashion-Industrie spielt dabei eine sehr entscheidende Rolle. Sie trägt zu den riesigen Abfallmengen bei, die weltweit zu verschiedenen ökologischen und sozialen Problemen führen, die in den Produktionsketten der Industrie teilweise schon dramatisch sind. Die Wiederverwertung von Altkleidern ist eine der wirksamsten Methoden, um einige dieser Probleme zu bewältigen. In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für den Ernst der Lage weltweit gestiegen. Infolgedessen üben NGOs mehr Druck auf Regierungen und Unternehmen aus, um die Nachhaltigkeit zu fördern und Abfallmengen zu verringern. Verschiedene Akteure der Fashionindustrie achten zunehmend auf Nachhaltigkeit in der Mode entlang der Wertschöpfungsketten. Es stellt sich generell die Frage, wie Unternehmen einen positiven Einfluss auf die Umwelt ausüben und gleichzeitig dem Gemeinwohl dienen können.

Fast Fashion vs. Nachhaltigkeit in der Mode aka Slow Fashion

Wusstest du, dass Fast Fashion der zweitgrößte Umweltverschmutzer der Welt ist? Nur die Ölindustrie ist noch schädlicher für unsere Umwelt. Fast Fashion ist weltweit für 1,2 Billionen Tonnen CO²-Emissionen verantwortlich, was bedeutet, dass  der Sektor mehr Kohlenstoffemissionen verursacht als Flugverkehr und Schifffahrt zusammen. Fast Fashion ist auch für 20 % der weltweiten Abwasserproduktion verantwortlich. Jährlich werden 93 Millionen Kubikmeter Wasser für die Produktion verbraucht. Mit dieser Menge können rund 5 Millionen Menschen pro Jahr versorgt werden, was Ländern zugute kommen könnte, die unter Wasserknappheit leiden und am Rande des „Day Zero“ stehen. Aber nicht nur der ökologische, sondern auch der soziale Faktor sollte hier berücksichtigt werden. Was billig verkauft wird, muss natürlich auch irgendwo billig produziert werden. Meistens geschieht dies in China oder Bangladesch, wo die Menschen unter schlimmsten Bedingungen arbeiten. Kinderarbeit, Löhne weit unter dem Mindestlohn, erzwungene Überstunden, keine soziale Absicherung und die Verletzung von Menschenrechten sind leider immer noch Realität!

Die Menschen sollten ihre Mode bewusster konsumieren und mehr auf Nachhaltigkeit in der Produktion achten. Viele Marken steigen in die nachhaltige Modeindustrie ein und engagieren sich für einen fairen Handel.Sie engagieren sich auf sozialer Ebene, um den Menschen humanere Bedingungen zu bieten und die Armutsquote so weit wie möglich zu reduzieren. Aus ökologischer Sicht lassen Unternehmen beispielsweise für jedes gekaufte Kleidungsstück einen Baum pflanzen, um ihre negativen Klimabilanzen zumindest teilweise auszugleichen. Im Vordergrund stehen dabei explizit auch Regenwälder, die für meist konventionell bewirtschaftete Baumwollfelder weichen mussten/müssen, was die Biodiversität insgesamt auf ein kritisches Maß verringert. Das kann tatsächlich auch auf die Herstellung von Bio-Baumwolle zutreffen, dabei werden jedoch zumindest weniger Schadstoffe freigesetzt und die Umwelt nimmt einen geringeren Schaden als bei der konventionellen Bewirtschaftung.

In den letzten Jahren hat das Konzept der Nachhaltigkeit in der Mode glücklicherweise an Dynamik gewonnen. Im Rahmen der Kreislaufwirtschaft kann beispielsweise das Recycling von Altkleidern eine wichtige Rolle bei der Verringerung der von der Textil- und Modeindustrie produzierten Abfallmengen spielen. Von größerer Bedeutung ist nach der Hierarchie der Abfallwirtschaft jedoch immer das Reduzieren von Abfall, in dem zum Beispiel gar nicht erst überproduziert wird, oder das einfache Wiederverwenden von Altkleidern, was sich glücklicherweise vermehrt im Secondhand Trend widerspiegelt. Eine Produktion von möglichst langlebiger Kleidung fördert diesen Trend. Auch der DIY Trend (Remanufacture) kann zum Beispiel durch Reparatur Tutorials vorangetrieben werden.

Wiederverwendbarkeit von Textilien: Altkleider und Recycling von Secondhand-Kleidung

Unter Recycling von Kleidung wird das Wiederverwenden der Wertstoffe von bereits getragenen Kleidungsstücken verstanden. Diese werden nach der Abgabe im Laden oder in bestimmten Containern nach Farbe sortiert, in die einzelnen Fasern aufgelöst und wieder zu neuem Garn versponnen, welcher dann für die Herstellung neuer Kleidungsstücke benutzt. Allerdings sind selbst die sogenannten Recyclingprozesse leider oft nicht ganz nachhaltig. Nicht nur getragene Kleidung aus Containern etc. landet in diesen Recyclingprozessen, sondern teilweise auch nagelneue Ware, die von Überproduktionen oder Retouren aus schnelllebigen Kollektionen stammen – trotz des Kreislaufwirtschatsgesetz, welches besagt, dass es verboten ist in Deutschland Neuware zu vernichten oder zu recyceln. Die Produkte werden in A-, B- und C-Ware aufgeteilt. Meist bekommt nur die Ware ohne jegliche oder nur leichte Beschädigungen (A- & B-Ware) die Chance für ein zweites Leben, wie bei dem Verkauf in Secondhand Shops, der Neugarngewinnung oder den Schredderprozess. Der Großteil (C-Ware) wird trotzdem zu Verbrennungsanlagen übermittelt und vernichtet. Dies Methode ist leider eine weit verbreitete Lösung, um weggeworfene Kleidung “wiederzuverwerten”. Diese werden nach Rumänien, Polen etc. verschifft, um dort als Brennmaterial verkauft zu werden, wo erneut etliche Chemikalien in die Natur freigesetzt werden.

Es gibt zahlreiche Initiativen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Kleidung und Modeprodukte oder ihre Bestandteile wieder verwendbar zu machen. Darüber hinaus übernehmen bekannte Modemarken zunehmend das Konzept der nachhaltigen Mode als Teil ihrer Umweltverantwortung. Der Verkauf von Altkleidern und gebrauchten Kleidungsstücken zu günstigeren Preisen reduziert idealerweise die Textilherstellung und macht die Modeindustrie dadurch nachhaltiger, da der Überproduktion etwas entgegengesetzt wird. Ein Beispiel hierfür ist das Unternehmen F&P Stock Solution und seine Lösungen der Wiederverwertung von Bekleidung als Kerngeschäft. Auf der Katalogseite des Unternehmens findest du verschiedene Angebote für den Großhandel mit Altkleidern zu günstigen Preisen.

Nachhaltiges Fulfillment mit MOODJA

MOODJA ist als 3PL Fulfillment Dienstleister ein Glied am Ende langer Wertschöpfungsketten der Fashionindustrie und setzt sich im eigenen Wirkkreis aktiv für Nachhaltigkeit ein. Wir verarbeiten gerne die Rücksendungen deiner Kunden*in und bereiten die retournierte Ware so auf, dass sie möglichst als A-Ware wieder verkauft werden kann. Die Retourenquote sollte aus einer Nachhaltigkeitsperspektive natürlich möglichst gering gehalten werden, um zusätzliche, klimarelevante Ressourcen einzusparen. Ein insgesamt gering zu haltendes Transportaufkommen soll hier nur kurz erwähnt sein.

Darüber hinaus setzen wir bei MOODJA faire Arbeitsbedingungen um und streben ein insgesamt klimaneutrales Fulfillment an. Unser erster Nachhaltigkeitsbericht ist momentan in der Entwicklung. Als gut vernetztes Glied am Ende langer Lieferketten unserer Kunden nehmen wir eine besondere Rolle ein, denn im abschließenden Fulfillment zeigt sich oft, ob und wie nachhaltig vorangestellte Akteure im Gesamtprozess agierten und welche ethischen Werte an Endkonsument*innen überhaupt begründet herangetragen werden können.

Die Nachfrage nach fairen Marken und Produkten ist relativ groß und steigt stetig. Darauf müssen Antworten gefunden werden. Unser ganzheitliches Bestreben ist es, ein möglichst nachhaltiges Glied in den Wertschöpfungsketten unserer Kunden zu sein und das nachhaltigste  E-Commerce Fulfillment für Fashion und Lifestyle Brands anzubieten. Dabei partnerschaftlich an einem Strang zu ziehen ist unabdingbar. Bist auch du dazu bereit, als Fashionmarke einen positiven Impact zu ermöglichen? Dann begib dich mit uns auf den transformativen Weg zu einer nachhaltigeren Mode- und Logistikbranche.

Eigener Onlineshop oder Marktplatz?

Was ist ein Online-Marktplace?

Amazon, Zalando, eBay, ABOUT YOU und Co.
Um eigenen Produkte zu verkaufen werden in Deutschland die verschiedensten Marktplätze im Internet genutzt. Besonders in der Fashion-Branche gibt es viele Anbieter*innen, welche auch kleinen Marken den Vertrieb der eigenen Produkte über ihre Plattform ermöglichen. Die einzige Frage ist nur ob du lieber einen Marktplatz im Internet mit Unterstützung willst oder doch lieber einen eigenen individuellen Onlineshop. Wenn auch du deine Produkte über einen Marktplatz im Internet vertreiben möchtest, solltest du dich im Vorhinein gut informieren. Im Folgenden erfährst du deshalb alles wichtige über die Vorteile, Funktionsweisen und Kosten verschiedener Marktplätze in Deutschland. Mit dem richtigen Wissen und einem erfahrenen Partner an deiner Seite kannst auch du innerhalb kürzester Zeit deine Produkte einer internationalen Kundschaft anbieten.

Was ist ein Marktplatz im Internet?

Ein Online – Marktplatz ist eine digitale Plattform, auf welcher verschiedene Anbieter*innen ihre Produkte direkt an den/die  Kunden*innen verkaufen können. Damit stellt der Online – Marktplatz das Gegenteil zum klassischen Online-Shop dar, bei welchem häufig nur ein/e einzelner Verkäufer*in in Erscheinung tritt. Große Modemarktplätze wie Amazon, Zalando oder ABOUT YOU generieren mit ihrem breiten Angebot an verschiedensten Produkten große Mengen an Traffic, was einen zentralen Vorteil für die Verkäufer*innen auf der Plattform ausmacht.

Besonders junge Startups profitieren von den Vorteilen der Marktplätze. So können neue Produkte und Marken, auch ohne große Marketing-Kampagne, einer Vielzahl von potenziellen Käufer*innen präsentiert werden. Auch Logistik- und Fulfillment-Dienstleistungen werden durch einige der großen Modemarktplätze übernommen. Von der Entwicklung eines Produktes bis zum internationalen Versand sind nur wenige Schritte nötig und neue Geschäftsideen lassen sich innerhalb kürzester Zeit realisieren.

Online Marktplätze in Deutschland

Amazon ist nur ein bekannter Online-Marktplatz, welcher in Deutschland bereits seit vielen Jahren aktiv ist. Doch gerade im Fashion-Bereich gibt es in Deutschland eine Vielzahl an unterschiedlichen digitalen Marktplätzen wie Zalando, ABOUT YOU, eBay und OTTO. Im Folgenden findest du einen kleinen Überblick über die größten Plattformen, welche in Deutschland besonders in der Modebranche aktiv sind.

MarketplaceBesonderheiten
Amazongrößter Marketplace der Welt
Zalandogrößter deutscher Marketplace für Mode & Kosmetik
ABOUT YOUMode & Accessoire-Marketplace der Otto Group
OTTOeines der ältesten Online-Versandhäuser in Deutschland, großer Fashion-Bereich
ASOSgroßer britischer Marketplace für Fashion und Beauty-Produkte, auch in Deutschland aktiv

Amazon

Amazon ist weltweit der größte und vermutlich bekannteste Onlin-Marktplatz. Hier werden Produkte aus aller Welt und aus allen Branchen angeboten. Etwa 450 Millionen Menschen besuchen die Website Amazon.com monatlich. Gerade deshalb ist es für junge Startups interessant, die eigenen Produkte auf Amazon anzubieten. Kaum eine Marketing-Kampagne kann mit dem Traffic auf dem Online- Marktplatz mithalten.

Zalando

Seit 2008 werden auf Zalando Produkte aus den Bereichen Fashion und Kosmetik in ganz Deutschland vertrieben. Mittlerweile ist das Unternehmen mit seinem online – Marktplatz in mehr als 10 europäischen Ländern tätig und kann jeden Monat hohe Besucherzahlen auf seinen Websites nachweisen. Auf Zalando als Händler*in tätig zu werden, kann sich also auch für junge Unternehmen lohnen.

ABOUT YOU

Auch auf dem Online-Marktplatz von ABOUT YOU werden primär Artikel aus dem Fashion-Bereich vertrieben. Diverse Händler*innen bieten hier ihre Produkte an und können diese – dank der ABOUT YOU-Shopping-App – an Kunden*innen in ganz Europa verkaufen. Gerade für Startups, welche sich auf den Vertrieb per Mobilgerät und auf die Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen spezialisieren möchten, kann ABOUT YOU eine sinnvolle Option sein.

Produkte auf einem Marktplatz im Internet verkaufen – so funktioniert’s!

Produkte werden immer häufiger auf Online-Marketplaces gekauft


Mit dem richtigen Plan kannst du bereits in wenigen Tagen mit dem Vertrieb deiner eigenen Produkte auf einem online – Marktplatz beginnen. Nach der Anmeldung und Account-Erstellung auf der entsprechenden Website musst du zunächst deine Produkte in den Katalog der Website einpflegen.


Fast alle großen Online – Marktplätze haben hierfür jedoch Tools entwickelt, welche leicht und ohne große Vorkenntnisse zu bedienen sind. So kannst du schnell und einfach eine grundlegende Produktseite anlegen. Die größte Herausforderung liegt häufig in der Organisation von Logistik und Fulfillment. Wie regele ich Warenannahme, Lagerhaltung und Versand? Gerade wenn die gewählte Plattform keine entsprechenden Services anbietet, muss eine Alternative her. Hier können externe Anbieter*innen für Logistik und Fulfillment, wie MOODJA, die richtige Lösung sein. Mit einem erfahrenen Anbieter kannst du deine Logistik innerhalb kürzester Zeit organisieren. Wenn du erfahren möchtest, ob und wie wir dich unterstützen können, nimm gerne Kontakt auf. Wir beraten dich gerne.

Anmeldung und Account

Viele Marktplätze haben den Anmeldeprozess möglichst einfach gestaltet, damit der Einstieg auch für Privatpersonen leicht fällt. So werden nur wenige persönliche Informationen wie die Adresse, die Bankdaten und die Steuernummer benötigt, bevor du beginnen kannst, deine Produkte auf der Plattform zu verkaufen. Da für in Deutschland ansässige Firmen keine internationalen Richtlinien beachtet werden müssen, ist der Prozess besonders einfach.

Übliche Kosten

Die genauen Verkaufsmodelle variieren zwar von Anbieter*in zu Anbieter*in, aber eine grobe Übersicht über die üblichen Kosten können die Informationen von Amazon geben. So wird häufig eine geringe monatliche Basis-Gebühr verlangt, welche bereits bei 40 Euro im Monat beginnen kann. Darüber hinaus fällt eine Gebühr für jeden getätigten Verkauf an, welche meist prozentual zum Verkaufspreis berechnet wird. So können sich auf der einen Seite junge Unternehmen den Service leisten, der Online-Marktplatz profitiert gleichzeitig aber auch bei großen Händler*innen durch das flexible und skalierbare Pricing.

Abwicklung und Fulfillment

Manche Online – Marktplätze bieten ihren Händler*innen einen eigenen Logistik- und Fulfillment-Service an. Gegen eine entsprechende Gebühr wickelt der online – Marktplatz dann von Warenannahme über Lagerhaltung bis Versand alle Logistikaufgaben ab. Alternativ können auch externe Anbieter*innen für Logistik und Fulfillment eine sinnvolle Möglichkeit sein – gerade wenn die Plattform keine entsprechende Leistung anbietet oder du auf der Suche nach einem besseren oder umfangreicheren Angebot bist. Die Kosten für externe Logistik haben wir hier zusammengetragen.

Rechtliche Aspekte – Gewerbe und Kleingewerbe

Wenn du gerade erst damit beginnst, deine Produkte auf einem Online – Marktplatz zu verkaufen, dann wirst du in der ersten Zeit vermutlich vergleichsweise geringe Umsätze haben. Das sollte dich aber nicht abschrecken! Denn gerade am Anfang kannst du von der Kleinunternehmerregelung profitieren. Liegen deine jährlichen Umsätze unter 22.000 Euro, so kannst du dich beim Finanzamt als Kleinunternehmer*in anmelden und wirst von der Umsatzsteuer befreit. Diese eingesparten Kosten kannst du an deine Endkunden weitergeben und deine Produkte besonders preiswert anbieten.

SEO und Rankings beim Marktplatz im Internet

Online-Marketplaces sorgen für eine große Reichweite

Ein online – Marktplatz wie beispielsweise Amazon hat ein eigenes SEO- und Ranking-System. Das System entscheidet darüber welche Produkte auf der Plattform an erster Stelle präsentiert werden. Besonders viel geklickt werden die Ergebnisse auf der ersten Seite, ähnlich wie bei Google. Wenn du also erfolgreich auf einem online – Marktplatz verkaufen möchtest, solltest du das Ranking verstehen und zu deinem Vorteil nutzen.

Die genaue Funktionsweise unterscheidet sich zwar von Marktplatz zu Marktplatz, aber ganz allgemein setzt sich das Ranking aus der Relevanz eines Produktes für die individuelle Suchanfrage und aus der Performance des Produktes zusammen. Es ist also wichtig, die eigenen Produkte mit treffenden und prominenten Keywords zu beschreiben. Durch eine realistische Produktbeschreibung und gute Kundenbewertungen werden außerdem Faktoren wie die Click- und Conversion-Rate beeinflusst, welche zu einem positiven Ranking beitragen können. Vertraue insgesamt lieber auf gute und individuelle Beschreibungen als auf billige Tricks mit Keywords. Gute Bewertungen oder auch Rabattaktionen machen deine Produkte auf dem online – Marktplatz gefragter, was sich letztendlich auch im Ranking niederschlägt.

Doch lieber ein eigener Online-Shop?

Während du auf einem Online – Marktplatz von dem hohen Traffic der Website und den bestehenden Infrastrukturen profitieren kannst, gibt es auch Aspekte, welche für einen eigenen Online-Shop sprechen. So lassen sich die fixen monatlichen Kosten, welche für einen eigenen Online-Shop anfallen, besser planen. Zudem steigen deine Ausgaben bei höheren Verkaufszahlen nicht automatisch. Häufig steigt nach der Platzierung auf Online-Marktplätzen, je nach Produkt, zudem die Retourenquote an. Gerade bei hohen Verkaufszahlen und wenn deine Marke bereits etabliert ist, kann ein eigener Shop also eine sinnvolle Alternative sein. Auch wenn dir die Gestaltungsfreiheit deines Shops wichtig ist, könntest du bei einem großen online -Marktplatz auf Probleme stoßen. Hier wird dein Produkt schließlich in die bestehende Website eingebettet und es gibt nur geringe Möglichkeiten zur Personalisierung deiner Seite. Mit einem eigenen Online-Shop sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt und du kannst eindeutig aus der Konkurrenz hervorstechen.

Eigener Online-ShopVorteileNachteile
hohe Gestaltungsfreiheitvergleichsweise geringer Traffic (gerade zu Beginn)
keine Konkurrenzprodukte auf derselben Website Logistik und Fulfillment müssen selber organisiert werden
fixe und gut kalkulierbare KostenZeit bis zum ersten Verkauf vermutlich länger als auf einem Marketplace