Viele gute Gründe, die für ein Outsourcen deiner Logistik sprechen. Und einer dagegen.

Viele gute Gründe, die für ein Outsourcen deiner Logistik sprechen. Und einer dagegen.

Wenn man einen Onlineshop aufbaut, muss vieles geplant, kalkuliert und recherchiert werden. Vom Design der Website über das Warenwirtschaftssystem bis hin zu Marktplätzen und Marketingkampagnen gibt es scheinbar unendlich viel zu entscheiden und umzusetzen. Vieles davon hat nichts mehr mit dem eigentlichen Kerngeschäft zu tun und, seien wir mal ehrlich, macht auch überhaupt keinen Spaß. Man fängt also an, über Outsourcing nachzudenken. Dass man auch die Logistik outsourcen könnte, ziehen viele E-Commerce-Händler aber erst spät oder überhaupt nicht in Betracht.

Das liegt zum einen daran, dass viele glauben, der Onlineshop ist noch viel zu klein oder E-Commerce-Fulfillment viel zu teuer. Manchen fällt es aber auch einfach schwer, nach oft jahrelanger Arbeit der Produktentwicklung den Versand abzugeben, den letzten Schritt, bevor der Kunde das Produkt in den Händen hält. Wenn dir einer dieser Gründe bekannt vorkommt, solltest du auf jeden Fall weiterlesen.

Exzellente Logistik für exzellente Produkte.

Okay, den letzten Grund können wir tatsächlich gut nachvollziehen. Du hast viel Zeit und Mühe investiert, um dein Produkt perfekt werden zu lassen. Nun möchtest du es deinen Kunden auch genau so präsentieren, wie du dir das lange ausgemalt hast. Wenige Faktoren haben mehr Einfluss auf den geschäftlichen Erfolg als die Logistik. Anfangs wird das auch sicher sehr gut funktionieren, aber mit steigendem Absatz nimmt die Logistik immer mehr Zeit in Anspruch. Und nicht nur das. Neben der Zeit bindet sie auch andere wertvolle Ressourcen wie Geld und Personal. Vor allem aber lenkt sie dich von deinem Kerngeschäft ab. Und das ist doch wirklich schade!

Stell dir stattdessen dieses Szenario vor: du, als Expertin oder Experte für dein Produkt, arbeitest mit Experten für Logistik zusammen. Du hast genügend Zeit, um dich ganz um deine Projekte und dein Wachstum kümmern zu können, denn die Fulfillment-Experten kümmern sich darum, dass dein Produkt genau so bei deinen Kunden ankommt, wie du es dir wünschst. Einige Logistikanbieter, wie auch wir, bieten ihren Kunden die Möglichkeit, ihre Ware in eigener, gebrandeter Kartonage in genau vorgegebener Art und Weise zu verpacken und mit eigenem Marketingmaterial zu versenden.

Externe Dienstleister haben ihre internen Prozesse über mehrere Jahre hinweg optimiert und modernisiert. Sie können bei Bedarf schnell und flexibel reagieren und haben schon Lösungsansätze für die meisten Probleme parat. So können sie die Logistikaufgaben auf einer so hohen Qualitätsebene erledigen, die du neben den vielen anderen täglichen Aufgaben im eigenen Unternehmen nur schwer erreichen kannst.

Qualitätskontrolle bei einem retournierten Artikel


Zeit ist Geld.

Es erfordert natürlich erstmal ein bisschen Zeit und Aufwand, den für sich passenden Logistik-Dienstleister zu finden. Aber dieses Investment lohnt sich! Überschlage doch mal auf die Schnelle, wie viel Zeit du pro Bestellung in den Versand investierst: Datensatz heraussuchen, Verpackungsmaterial bereitlegen, Warenpicking, beim Versanddienstleister einloggen, Adresse eintippen, Versandlabel und Lieferschein ausdrucken, Verpacken, Label aufkleben, Datensatz aktualisieren und ab zur Post. Diesen Wert verrechnest du nun noch mit deinem Stundensatz. Nicht ohne, oder?

Wenn man bedenkt, dass E-Commerce-Fulfillment je nach Produkt und Verpackung schon ab 5-6 Euro pro Paket möglich ist, inklusive Porto und Verpackung, kann man auf den ersten Blick erkennen, dass sich das Outsourcen der Logistik finanziell durchaus lohnen kann. Und das war nur ein reines Versand-Beispiel! Tatsächlich kommen zur Versandlogistik noch Tätigkeiten wie die Wareneingangskontrolle und -einbuchung, Qualitätsprüfung der Waren und das Retourenmanagement hinzu. Je größer dein Onlineshop wird, umso mehr Ressourcen bindet die Logistik.

Bei Gründung eines Onlineshops kann das Warenlager meist noch bequem auf Flur und Schlafzimmer aufgeteilt werden. Irgendwann, idealerweise sogar recht schnell, denn der Shop soll ja laufen, stößt man aber auf Kapazitätsgrenzen. Spätestens dann muss ein Lager angemietet werden.

Lager hin, Lager her.

Skalierbarkeit ist ein weiteres Schlüsselelement bei der Entscheidung, ob die Logistik ausgelagert werden soll oder nicht. Die Notwendigkeit hängt stark vom jeweiligen Geschäftsmodell ab. Bedient man eine relativ gleichmäßige und nur leicht wachsende Nachfrage, sind die nötigen Lagerkapazitäten recht gut zu planen. Werden hauptsächlich saisonale Produkte verkauft, müssen stark schwankende Auftragseingänge gut abgepuffert werden können. Das gilt auch, wenn man im Vertrieb sehr auf Marketingkampagnen oder saisonale Peaks setzt.

Ein guter Logistik-Dienstleister kann solche Spitzen problemlos abfedern und bietet dir zugleich die Möglichkeit, größere Produktmengen zu lagern. Da Unternehmen erhebliche Preisnachlässe für Großbestellungen erhalten, kann das einen deutlichen Preisvorteil ausmachen. Zudem bietet dir diese Flexibilität die Möglichkeit, zu wachsen, ohne deine Logistik-Prozesse kontinuierlich anpassen zu müssen.

Mit jedem weiteren Ausbau des Lagers entstehen aber nicht nur Miet- und Unterhaltskosten, sondern auch die entsprechend erweiterte Infrastruktur: Verpackungsanlagen, Personal, Versand, technische Hard- und Software, eventuell Auslieferungsfahrzeuge usw. All das kostet Geld und bindet Kapital. Mit der Nutzung eines Fulfillment-Anbieters wie MOODJA sparst du dir diese Kosten. Du nutzt die bestehende Infrastruktur des Dienstleisters und zahlst nur, was tatsächlich benutzt oder verbraucht wird.

Individuelles Branding bei Logistik-Leistungen


Nur ein zufriedener Kunde ist ein guter Kunde.

Die Zufriedenheit der eigenen Kunden ist wahrscheinlich das beste Argument dafür, über das Outsourcing seiner Logistik nachzudenken. Die Qualität des eigentlichen Produktes ist natürlich das A und O. Darum wirst du dich ganz sicher gekümmert haben, das setzen wir mal so voraus. Aber auch der Versand muss stimmen. Gerade im E-Commerce, wo die emotionalen Eindrücke während des Einkaufens nicht so stark ausgeprägt sind wie im stationären Handel und der erste reale Kontakt mit dem Produkt quasi an der Haustür stattfindet, muss der Eindruck stimmen.

Eine saubere und sichere Verpackung sowie eine unkomplizierte Retourenabwicklung sind selbstverständlich. Ein Logistik-Dienstleister sorgt aber außerdem dafür, dass eine schnelle Lieferung gewährleistet wird. Kein Kunde möchte mehr lange auf seine Bestellung warten. Im Konkurrenzdruck des Onlineshoppings können 1 oder 2 Tage manchmal entscheidend sein. Gerade im Weihnachtsgeschäft oder zu Urlaubszeiten, wo man im eigenen Lager schon mal ins Schwitzen gerät, kann man sich beruhigt zurücklehnen und auf seinen Fulfillment-Dienstleister verlassen. All diese Dinge lassen deine Kunden zu glücklichen Kunden werden, die sicher gerne wieder bei dir bestellen.

Fazit – Logistik outsourcen oder lieber doch Inhouse-Logistik?

Das Outsourcen deiner Logistik hat also viele Vorteile. Zusammengefasst sind das vor allem:

  • Deutliche Zeit- und Kosteneinsparungen
  • Größere Effizienz bei Lagerlogistik, Versand und Retoure
  • Hohe Kundenzufriedenheit
  • Ein kartonagenfreies Zuhause

Das Outsourcen der Logistik ist also ein lohnender Schritt für Unternehmen jeder Größe. Woran du dich allerdings nach dem Outsourcen wirst gewöhnen müssen, sind die deutlich gesunkenen Besuche des Paketzustellers. Falls sich in den letzten Monaten regelmäßiger Warenlieferungen eine große Sympathie entwickelt hat, wäre es also vielleicht besser, den Postboten oder die Postbotin zum regelmäßigen Kaffee einzuladen.

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