Klassische Kollektionen vs. Drops: Was passt zu meiner Brand?

Klassische Kollektionen vs. Drops: Was passt zu meiner Brand?

2003: Du läufst an einem schönen Sommertag Mitte August durch die Einkaufspassagen und erhaschst viele Schnäppchen, da momentan der berühmte Sommerschlussverkauf stattfindet. Jedes Jahr um dieselbe Zeit nimmst du dir ein paar Tage frei und durchstöberst deine Lieblingsläden und bekommst deine neuen Lieblingskollektion mit einem großen Preisnachlass.
2022: Nachdem im Jahr 2004 die Regelungen der Schlussverkäufe abgeschafft wurde, hat sich alles geändert, andauernd siehst du im Laufe des Jahres Läden mit Rabattangeboten. Du hast gar keinen Überblick mehr darüber wann welcher deiner Lieblingsläden große Preisnachlässe anbietet, wann welche Kollektionen erscheinen und auf einmal redet die Jugend nur noch von neuen “Drops”?! Du fragst dich was das eigentlich genau sein soll und was es mit diesem neuen “Trend” – wie man heutzutage sagt – auf sich hat.

Wir erklären dir was sich im Laufe der Jahre verändert hat und was es mit “Drops” und neuen Trends auf sich hat!

Kollektionen

Klassische Kollektionen wie Frühling/Sommer und Herbst/Winter gibts es weniger verbreitet als früher. Haute Couture Brands legen allerdings immer noch sehr viel wert auf die klassischen Varianten. Grund für das zurückgehen der klassischen Kollektionen ist der schnelle Zeitgeist des heutigen Zeitalters der sich entwickelt hat. Brands, die der Kultur der Kollektionen treu bleiben wollen, bringen mittlerweile Pre-Kollektionen im Frühling und Herbst. Diese Kollektionen dienen als Basis für das ganze Jahr und machen inzwischen 40% des gesamten Jahresgewinn eines Modeunternehmens aus. Außerdem sind Pre-Kollektionen dazu gedacht diese sofort tragen zu können. Sie sind aber auch weniger kategorisch als die Kollektionen der Hauptsaison. Ein neuer Trend von Kollektionen ist auch, dass Sie saisonunabhängig produziert werden oder durch Drops ersetzt werden.

Drops

Produkt Drops gibt es seit rund 2018. Sie sind die Reaktion auf die schnelle Zeit und unsere zunehmend verkürzte Aufmerksamkeitsspanne. Sie sind die neue Perspektive der Modemarken die gleiche Aufmerksamkeit über das ganze Jahr von der Kundschaft zu bekommen. Die heutige Gesellschaft erwartet dauernd Neuheiten und der Wunsch nach Exklusivität wächst enorm. Da Drops vor allem über Social Media veröffentlicht werden, ist es ein Ausdrucksmittel, und Grund eine engagierte Community zu bilden, für Millennials und die Generation Z.
Dahingehend wurden auch neue Marketingstrategien entwickelt, nämlich mit Influencern zu arbeiten, die sofort deine Neuheiten präsentieren und News verbreiten. Diese Strategie ist vor allem wirksam, weil Konsument*innen sich mit realen Personen und ihrer Meinung mehr identifizieren, als Werbungen, Plakaten oder anderen Werbemitteln. 

Drops machen allerdings nur Sinn für deine Brand, wenn du auch auf Social Media setzt und dort präsent bist, andernfalls empfiehlt es sich eher bei den Kollektionen und ihren Variationen zu bleiben. Die neue Beliebtheit unter den Drop Brands sind Kollaborationen mit anderen bekannten Marken. Hier entwerfen zwei beliebten Unternehmen zusammen Sneaker, Trainingsanzüge und alles was das Herz begehrt. 

Drops und Nachhaltigkeit

Können Drops aber nachhaltig sein? Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen und es auch ernst meinen, bleiben meist bei dem alten traditionellen Modell der Sommer und Winterkollektion. Grund dafür ist das Image dieser Marken als “vernünftig” zu bewahren. Sie grenzen sich ab von Massenrabatten, Pre-saison Kollektionen, Drops und wollen einfach übermäßige Produktion von Kleidungsstücken vermeiden. Sie wollen ihren Kundin*innen als authentisch und umweltbewusst gegenübertreten und heben sich somit von der breiten Masse ab.

Änderungen seit 2004

Früher war es gesetzlich geregelt, dass Geschäfte immer zum Sommer und Winter einen Schlussverkauf anbieten müssen. Der grundlegende Unterschied ist, dass Brands nun selbst entscheiden können, ob und wann Sie einen Preisnachlass anbieten. Der Nachteil an dieser Methode ist allerdings, dass Konsument*innen gar nicht mehr genau wissen welches Geschäft wann einen Sale anbietet, sei es zur Pre-saison, der selbst geregelte Sommer- und Winterschlussverkauf oder sonstige Discount-Aktionen über das Jahr. Die einzige Konstante die von Jahr zu Jahr bestehen bleibt, ist die Cyber Week einschließlich des Black Fridays.

 

Der Black Friday fällt stets auf den Freitag nach Thanksgiving und signalisiert den Beginn der Weihnachtseinkaufssaison. In dieser Woche und vor allem am Black Friday bietet nahezu jeder Händler große Rabatte an. Konsument*innen stürmen in die Läden um langersehnte Produkte viel billiger zu bekommen. Mal abgesehen vom Black Friday und der Cyber Week kommt aber Verwirrung bei den meisten auf wenn es um Rabattaktionen in Geschäften geht. Heutzutage entdeckt man eher zufällig, dass es mal hier und dort Aktionen gibt, kann dies aber nicht mehr prognostizieren und somit vernünftig einplanen. Noch viel verwirrender ist zudem, dass einige Geschäfte immer ein Sales Schild im Schaufenster hängen zu haben. Das bedeutet aber nicht zwingender Maßen, dass es gerade Rabatte gibt, sondern dient oft um Kund*innen zu locken und einfach nur zu zeigen: “hier gibt es was zu kaufen”.

Was bedeuten all diese Änderungen für eine Fulfillment Partnerschaft?

Im Großen und Ganzen, ist es wichtig bei all den spontanen Aktionen heutzutage eine flexible Fulfillment Partnerschaft einzugehen. Jemand der oder die sich an deine Vorhaben anpasst und die Kapazitäten bietet die du brauchst. Ob du nun einen neuen unerwarteten Drop oder eine pre-season Kollektion herausbringst, du musst dich auf das Fulfillment verlassen können, also dass genügend Lagerfläche und Personal für deine neuen hängenden oder liegenden Schätze vorhanden sind.

Wir bei MOODJA arbeiten gemeinsam Hand in Hand mit dir und passen uns deinen Vorhaben an, um dein Business kontinuierlich voran zu treiben. Wenn auch du einen zuverlässigen Partner brauchst und noch nicht bei uns Kunde bist, kontaktiere uns gerne

 

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